Die Kleinen Ursachen sind Unikate oder Schmuckstücke in Kleinserie. Ihre Einmaligkeit wird oft auch bestimmt durch die Wahl der Materialien: verarbeitete Fundstücke, selbst entdeckte oder an Uta Gadner herangetragene private Reliquien. Ein geerbtes silbernes Messerchen, eine Scherbe von Bedeutung, aber auch ein Foto, der Ehering der Großmutter, der erste Milchzahn... Dinge in denen ein Andenken, manchmal höchste symbolische Bedeutung steckt, Relikte vergangener Zustände und Erinnerungen. Diese ganz persönlichen Objekte werden übersetzt, collagiert, transformiert. Die Form ist veränderbar, Materialität überdauert, die metaphysische Energie bleibt bestehen. Die Geschichte im Material gebannt wird getragen und weitergeschrieben. Persönlicher kann Schmuck nicht sein.

 

Bei den Entwürfen der Kleinen Ursachen steht die Wahrnehmung der Trägerin im Mittelpunkt, denn das Tragen von Schmuck ist Teil der Selbstinszenierung. Proportionen und Motive bestimmen die Aussage, so hat die Länge einer Kette mit jedem Zentimeter eine andere Wirkung und Bedeutung. Eine silberne Erdbeere in der Halskuhle oder eine sehr lange Perlenkette mit goldenen Miederhaken sind Zitate die mit sich spielen lassen. Schmuck setzt Akzente, Glanzlichter und lenkt charmant die Blickrichtung des Gegenübers. Neben der Außenwirkung hat das Tragen von Schmuck vor allem einen bedeutenden, wenn auch manchmal subtilen, Einfluss auf die Trägerin selbst. Es verändert unsere Selbstwahrnehmung, versetzt uns in besondere Stimmungen. Wir können diesen Schmuck also bewusst einsetzen, ein bestimmtes Stück für eine spezielle Gelegenheit, sei es Anlass oder explizite Stimmung. Kleine Ursachen zeigen immer große Wirkung.